Wohin: nie auf denselben Server
Der eine Satz, der über Sicherungsorte entscheidet — und der Weg über ein S3-Ziel außer Haus.
Einrichten: ein S3-Ziel außerhalb des Servers
Als Ziel nutzen wir Backblaze B2: anbieterunabhängig, günstig, und es ist gleichgültig, ob der Server bei Hetzner oder anderswo steht. Andere S3-fähige Anbieter gehen genauso — der Weg ist derselbe.
Einen Bucket anlegen — privat
Bei Backblaze einen Bucket erzeugen und ihn nicht öffentlich stellen. Der Name darf schlicht sein, er taucht später in der Coolify-Konfiguration wieder auf.
Einen Application Key erzeugen, der zu diesem Bucket gehört
Nicht den Master-Key nehmen — der funktioniert mit der S3-kompatiblen Schnittstelle nicht. Zugriffsart „Read and Write“.
keyID und applicationKey genau einmal. Sofort ins Tresorfach kopieren, nicht in eine Notiz „bis nachher“.Den Endpunkt notieren
Steht in der Bucket-Übersicht, etwa https://s3.eu-central-003.backblazeb2.com. Er gehört ins Betriebsbuch — im Ernstfall sucht ihn sonst jemand unter Zeitdruck.
In Coolify eintragen
Server → Storages (bzw. Destinations) → Add S3 Storage: Name, Endpunkt, Region (Voreinstellung stehen lassen, sofern Backblaze nichts anderes vorgibt), Bucket, Access Key = keyID, Secret Key = applicationKey.
Beim Postgres-Dienst den Zeitplan setzen
Unter Backups einen Zeitplan anlegen und dieses S3-Ziel auswählen. Täglich genügt — warum, steht in der nächsten Phase.
WarumWas „dasselbe Schicksal“ konkret heißt
Die Regel „nie auf denselben Server“ wird meistens verstanden als „nicht auf dieselbe Festplatte“. Sie geht weiter. Dasselbe Schicksal teilen:
- Derselbe Server — offensichtlich.
- Dasselbe Konto. Wird ein Anbieterkonto gesperrt, etwa wegen einer nicht gezahlten Rechnung oder eines Missbrauchsverdachts, sind Server und Sicherung gleichzeitig nicht erreichbar.
- Dieselbe Anmeldung. Wer sich Zugang zu Ihrem Konto verschafft, erreicht auch das Sicherungsziel darin — und kann es löschen. Deshalb ein eigener Schlüssel je Bucket, nicht der Master-Key.
- Derselbe Schlüssel. Eine verschlüsselte Sicherung, deren Schlüssel nur auf dem gesicherten Server liegt, ist im Ernstfall eine große Zufallsdatei.
Die vierte Zeile ist die, die in der Praxis zuschlägt, und sie hat einen eigenen Namen bekommen: Notfallumschlag.