Die Wissenslandkarte
Eine Stunde Arbeit, die fast jedes Haus überrascht. Sechs Orte, an denen Wissen liegt — und zwei Spalten, die zeigen, warum davon so wenig ankommt.
Bevor irgendetwas eingelesen wird, muss eine Frage beantwortet sein, die im Alltag nie gestellt wird: Welches Wissen haben wir eigentlich, und wo liegt es? Die Antwort ist selten eine Liste von Ordnern. Sie ist eine Landkarte über sechs Sorten von Orten.
So erstellen Sie sie
Nicht bei den Ablagen anfangen, sondern bei den Fragen
Sammeln Sie zwanzig Fragen, die im Haus tatsächlich gestellt werden — an Kollegen, im Chat, am Telefon. Erst dann suchen Sie, wo die Antwort steht. Wer umgekehrt vorgeht, kartiert Ablagen, die niemand braucht, und übersieht das Wissen, das nur in Köpfen liegt.
Je Ort vier Angaben festhalten
Was steht dort · wie findet man es · wer pflegt es · wie alt ist der jüngste Eintrag. Mehr nicht. Die vierte Angabe ist die unbequemste und die aussagekräftigste.
Die Doppelungen markieren
Wo dieselbe Aussage an mehreren Orten steht, kommt ein Vermerk hin. Diese Liste ist später die Arbeitsliste für Station 01, Phase „Eine Quelle" — und sie ist der Grund, warum viele Systeme falsch antworten.
Die weißen Flecken benennen
Fragen, zu denen Sie keinen Ort finden, sind der wertvollste Teil des Ergebnisses: Dieses Wissen existiert nur in Köpfen. Ein System kann es nicht finden — niemand kann es finden.
- Ihre Landkarte ist fertig, wenn …