Station 00/Der Beispielablauf: „Anfrage"·Vorschau
Station 00 · Orientierung/Phase 6

Der Beispielablauf: „Anfrage"

Die ganze Strecke wird an einem einzigen, absichtlich kleinen Ablauf durchgespielt. Hier steht, was er tut — damit Sie später wissen, was Sie da bauen.

Der Film zu dieser Phase1:27 — mit Untertiteln. Er ersetzt den Text nicht, er geht ihm voraus.

Eine Anfrage kommt über das Kontaktformular Ihrer Website. Sie soll sofort beim richtigen Menschen liegen, der Absender soll sofort eine Bestätigung haben, und nichts soll verlorengehen. Mehr macht Anfrage nicht. Er will nicht beeindrucken; er will jede Regel dieses Kurses einmal sichtbar machen.

Ein Eingang, vier Schritte, zwei AusgängeDer zweite Ausgang ist der wichtigere
DER BEISPIELABLAUF — EIN EINGANG, VIER KNOTEN, ZWEI AUSGÄNGEEingangdas Kontaktformularname, firmae-mailbetreff, textDER ABLAUF IN N8NWebhookAuslöserPrüfenCodeAblegenPostgresMeldenzwei MailsAbgelegt und gemeldetVertrieb und Absender informiertVorgelegtunvollständig oder doppelt — mit GrundWarum so klein:Dieser Ablauf enthält alles, was jede Automatisierung braucht — einen abgesicherten Auslöser, eine Prüfung,Zugangsdaten außerhalb des Ablaufs, einen Vorgangsschlüssel gegen doppelte Läufe und eine Meldung, wenn er steht.
Erst grob, dann genau.Drei Fragen zum Beispielablauf — klicken Sie sich durch.
Was er fachlich tut1 von 3
1

Annehmen

Das Formular schickt die Anfrage an eine Adresse, die nur der Ablauf kennt — abgesichert mit einem Kennwort, das mitgeschickt wird. Ohne das Kennwort passiert nichts.

2

Prüfen und einen Schlüssel bilden

Sind Name, E-Mail und Text da? Aus E-Mail und Zeitpunkt entsteht ein Vorgangsschlüssel. Er ist der Grund, warum eine doppelt zugestellte Anfrage später keinen Schaden anrichtet.

3

Ablegen

In die Datenbank — aber nur, wenn es den Schlüssel noch nicht gibt. Sonst passiert nichts, und das ist das richtige Ergebnis.

4

Melden — oder vorlegen

Zwei Mails: der Vertrieb bekommt die Daten, der Absender die Bestätigung. Fehlt ein Pflichtfeld, geht der Fall stattdessen in die Liste „offene Fälle", mit dem Grund dabei. Beides gilt als erledigt.

Welche Regeln er zeigt2 von 3
RegelWo sie im Ablauf stecktStation
Der Auslöser ist abgesichertKennwort am Webhook, nicht nur eine geheime Adresse03
Kein Schlüssel steht im AblaufDatenbank und Postfach als hinterlegte Zugänge03
Ein zweiter Durchlauf ist harmlosVorgangsschlüssel vor dem Ablegen04
Erst ablegen, dann meldenReihenfolge der Knoten — nichts Endgültiges zuerst04
Der Zweifelsfall geht an einen Menschendie Verzweigung nach der Prüfung02
Stillstand fällt aufZeitstempel je Lauf, Wächter stündlich05
Warum so klein3 von 3

Vier Knoten sind wenig. Aber sie enthalten alles, was eine Automatisierung ausmacht — und alles, was in der Praxis schiefgeht.

Alles, was Sie später bauen, hat dieselben Bausteine: nur mehr davon. Ein Ablauf mit fünfzehn Knoten ist nicht komplizierter, er ist länger. Ab etwa dreißig ändert sich die Sache — das ist der Stoff von Station 06.

Die Anfrage über ein Kontaktformular ist bewusst gewählt: der Vorgang, den fast jedes Unternehmen hat, bei dem die Wartezeit unmittelbar den Kunden trifft und bei dem ein verlorener Vorgang niemandem auffällt.
Ehrlich dazugesagt: „Anfrage" ist in diesem Kurs als Ablauf beschrieben und in einer Testumgebung durchgespielt — mit den drei Probefällen aus Station 02. Er wird nicht als fertige Datei zum Einspielen mitgeliefert, weil jeder Betrieb andere Felder, andere Empfänger und eine andere Datenbank hat. Siehe die nächste Phase.
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