Station 00 · Ein Ort, der recht behält/Phase 5
Ehrlich dazugesagt
Woher der Stoff dieses Kurses kommt, was belegt ist und was nicht — und was er ausdrücklich nicht abdeckt.
Die Kurse dieser Reihe entstehen nach der Regel „was wir tun, wird zum Kurs". Für diesen gilt sie weitgehend: Die Datenhaltung von DevEnv und der Akademie ist der Gegenstand, an dem der Stoff belegt ist — Postgres, Prisma, Objektspeicher, nächtliche Sicherung, ein geprobter Rückweg.
Eine Ausnahme steht ausdrücklich da: In DevEnv läuft kein PgBouncer. Station 03 lehrt deshalb die Rechnung, die Grenze und den Entscheidungspunkt am eigenen Bestand — der Aufbau des Vermittlers ist nachvollzogen, nicht betrieben. Das ist auch der ehrlichere Zuschnitt: Die Entscheidung fällt in neun von zehn Fällen gegen ihn.
Was dieser Kurs nicht abdeckt
| Nicht hier | Sondern | Warum die Grenze so liegt |
|---|---|---|
| Löschfristen, Aufbewahrungspflicht, Verarbeitungsverzeichnis | Kurs pflichten | Hier steht nur, was die Anwendung können muss — keine Rechtsfolgen |
| Daten aus ERP und DATEV holen | Kurs fachsysteme | Dort fremde Bestände, hier der eigene |
| Sichern, Wiederanlauf, Notfallumschlag | Kurs betrieb | Hier nur die Sicherung als Kopie, also als Angriffsfläche |
| Replikation, Umschalten, zwei Server | Kurs ausfallsicherheit | Hier der Normalfall: ein Server, kein Umschalten |
| Abstimmung der Leistung, Indexstrategie | nirgends | Eigenes Fach — der Kurs macht Sie nicht zum Datenbankadministrator |
| Netzsegmentierung, Firewall im Haus | Sache der Firmen-IT | Hier nur, was die Anwendung selbst dagegen tun kann |
Dieser Kurs ist keine Rechtsberatung. Wo Personendaten vorkommen, nennt er Fragen und Prüfschritte, damit Sie das richtige Gespräch führen können — er nennt keine Rechtsfolgen für Ihren Fall.
SelbstcheckErst überlegen, dann aufklappen — es zählt niemand mit.
1Ihre Anwendung schreibt hochgeladene PDFs in einen Ordner neben dem Programmcode. Es funktioniert wochenlang. Was passiert wann — und warum ist es kein Fehler?
Beim nächsten Veröffentlichen sind alle PDFs weg. Der Behälter wird nicht gepflegt, sondern ersetzt: Ein neues Abbild wird gebaut, gestartet, das alte weggeworfen. Was nur im alten lag, existiert nicht mehr. Das ist die Bauart, kein Defekt — und der Grund, warum Dateien in ein dauerhaftes Verzeichnis oder in den Objektspeicher gehören.
2Ein Kollege schlägt vor, die Kundenliste aus dem ERP jede Nacht in Ihre Datenbank zu kopieren, „dann ist die Anwendung schneller". Nennen Sie den Punkt, an dem das kippt.
Solange nur gelesen wird und die Kopie ihr Alter anzeigt, ist es vertretbar. Es kippt in dem Moment, in dem jemand die Adresse in Ihrer Anwendung ändert: Dann gibt es zwei Stände, beide plausibel, und die Frage „welcher gilt" ist nicht mehr beantwortbar. Die Regel lautet nicht „keine Kopien", sondern „nur ein Ort, an dem geschrieben wird".
3Warum ist der Suchindex im Beispiel keine Datenart, für die Sie eine Sicherung brauchen?
Weil er vollständig aus der Datenbank neu erzeugt werden kann. Er ist eine abgeleitete Kopie: Wenn er verlorengeht, kostet das Rechenzeit, aber es fehlt nichts. Das ist der Prüfstein für jede Kopie im Haus — was sich nicht neu erzeugen lässt, ist ein Original und braucht eine Sicherung.
Zugang erhalten
Fortschritt merken?Mit Zugang bleiben Häkchen und erledigte Phasen am Konto — auf jedem Gerät.