Station 01/Was auf iOS wirklich geht·Vorschau
Station 01 · Die installierbare Web-App/Phase 4

Was auf iOS wirklich geht

Die Tabelle, die man in eine Besprechung mitnehmen kann. Sie beendet die meisten Diskussionen in beide Richtungen.

Die häufigste Falschaussage im Netz lautet „PWAs können auf iOS alles“. Die zweithäufigste lautet „PWAs gehen auf iOS gar nicht“. Beides ist falsch, und der Unterschied liegt in vier Zeilen.

Android gegen iOSDie vierte Zeile ist die, an der es meistens kippt
DIE INSTALLIERBARE WEB-APP: ANDROID GEGEN IOSWASANDROIDIPHONE UND IPADInstallierenGerät fragt von selbstnur über „Teilen → Zum Home-Bildschirm“Ohne Netz startenjajaPush-Nachrichtjanur nach Installation auf dem StartbildschirmIm Hintergrund abgleichenbegrenztnein — nur solange die App offen istKamera als EinzelaufnahmejajaKamera im DauerbetriebeingeschränkteingeschränktSpeicher bleibt liegenjakann nach Wochen ohne Nutzung geräumt werdenIm Store auffindbarneinneinDie vierte Zeile ist die, an der es meistens kippt.Wer im Hintergrund abgleichen muss, braucht eine native App.Angaben zu iOS: Anbieterdokumentation und öffentliche Quellen, Stand 04.09.2026 — nicht selbst gemessen.

Die vier Zeilen, auf die es ankommt

1

Push-Nachrichten gehen — aber nur nach der Installation

Seit iOS 16.4 (März 2023) kann eine Web-App Push-Nachrichten senden. Voraussetzung: Sie liegt auf dem Startbildschirm und der Nutzer hat zugestimmt. Für eine Anwendung, die nur im Browser aufgerufen wird, gibt es keine Push-Nachricht.

2

Im Hintergrund abgleichen geht nicht

Das ist die härteste Grenze. Was auf Android in Grenzen möglich ist, gibt es auf iOS nicht: Sobald die App zu ist, läuft nichts mehr. Ihr Abgleich muss stattfinden, während der Nutzer hinsieht.

Für „Rundgang“ wäre das erträglich — der Techniker öffnet die App ohnehin, wenn er wieder Netz hat. Für eine Anwendung, die stündlich Daten holen soll, ist es das Ausschlusskriterium.
3

Der Speicher kann geräumt werden

iOS begrenzt den Zwischenspeicher (etwa 50 MB je Anwendung) und räumt ihn auf, wenn die App längere Zeit nicht benutzt wurde — in der Praxis nach einigen Wochen. Es gibt eine Schnittstelle, um dauerhaften Speicher anzufordern; sie setzt allerdings die Zustimmung zu Benachrichtigungen voraus.

Für erfasste, noch nicht gesendete Daten ist das ein Ausschlusskriterium. Wer offline etwas aufnimmt, das verloren gehen darf, kann eine Web-App nehmen. Wer offline etwas aufnimmt, das nicht verloren gehen darf, braucht eine native App. Das ist Grund zwei aus Station 00, in einem Satz.
4

Die Kamera geht — als Einzelaufnahme

Ein <input type="file" accept="image/*" capture> öffnet die Kamera und liefert ein Bild. Das genügt für „Foto zum Vorgang“. Was nicht geht: die Kamera im laufenden Betrieb, etwa zum Scannen von Codes über Minuten.

Ehrlich dazugesagt: Diese Angaben stammen aus der Anbieterdokumentation und öffentlichen Quellen, Stand 04.09.2026. Sie sind in diesem Haus nicht selbst gemessen. Und sie ändern sich: Die Push-Fähigkeit kam 2023, die Anforderbarkeit von dauerhaftem Speicher 2024. Prüfen Sie den Stand, bevor Sie eine Entscheidung darauf stützen.
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