Station 01/Wie der Nutzer sie installiert·Vorschau
Station 01 · Die installierbare Web-App/Phase 3

Wie der Nutzer sie installiert

Auf Android fragt das Gerät. Auf iOS muss der Nutzer den Weg kennen — und das ist der eigentliche Unterschied.

Der Browser merkt selbst, dass eine Beschreibung und ein Service Worker vorliegen, und bietet die Installation an — als Leiste am unteren Rand oder als Eintrag im Menü.

Danach steht die Anwendung im App-Verzeichnis des Geräts wie jede andere, mit eigenem Eintrag in der Aufgabenübersicht.

Sie können den Zeitpunkt auch selbst bestimmen: Das Ereignis beforeinstallprompt gibt Ihnen die Einladung in die Hand, und Sie zeigen sie, wenn es passt — etwa nach dem dritten Besuch statt beim ersten.

Es gibt keine Einladung. Der Nutzer muss den Weg selbst gehen: Teilen-Symbol antippen, in der Liste nach unten scrollen, „Zum Home-Bildschirm“ wählen, bestätigen.

Das sind vier Schritte, von denen der zweite unsichtbar ist. Wer sie nicht kennt, findet sie nicht.

Daraus folgt eine Aufgabe, die kein Entwickler gern übernimmt: Sie müssen es Ihren Nutzern erklären — mit einer kleinen Anleitung in der Anwendung selbst, die nur auf iOS erscheint. Ohne sie liegt Ihre Installationsquote auf iPhones nahe null.

Chrome und Edge bieten dieselbe Installation auch auf Windows und macOS an — die Anwendung bekommt ein eigenes Fenster ohne Adressleiste und einen Eintrag im Startmenü beziehungsweise im Dock.

Für betriebliche Anwendungen ist das oft der unterschätzte Gewinn: Der Mitarbeiter startet „das Programm“ statt „die Webseite“ — derselbe Effekt, den eine App auf dem Telefon hat.

Prüfen können Sie es ohne fremdes Gerät: In den Entwicklerwerkzeugen von Chrome finden Sie unter „Application“ die Beschreibung, den Service Worker und eine Prüfung, ob die Installation angeboten wird.
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